Salalah | Oman

||Dieser Bericht enthält unbezahlte Werbung für Hotel, Ausflüge und Airlines|| 

Der Oman war schon immer ein kleines Traumziel: mystisch, magisch und wunderschön! Wir waren 9 Tage lang im Land des Weihrauchs unterwegs und entdeckten die Region um Dhofar, die mit Salalah als die Karibik des Orients gilt! 

Im September nach dem Monsun Khareef ist die Gegend grün, lebendig und interessant! 
Kommt mit und erfahrt hier mehr über den noch relativ unberührten Oman. 

Durch den Monsun

Ehrlich gesagt haben wir uns gar nicht so mit der besten Reisezeit für den Oman beschäftigt, denn für uns war klar - der Monsun ist ja so gut wie vorbei, das Wetter sah vielversprechend aus! Also Zack - gebucht. Aber Mitte September gibt es manchmal noch Ausläufe des Monsuns Khareef, da kann man Glück oder Pech haben! Das zeigte uns direkt der erste Tag nach der Ankunft. 

Der erste Tag war verregnet, grau und es kam gar keine Urlaubsstimmung auf - zum Glück verzog sich der Regen schnell.
Der erste Tag war verregnet, grau und es kam gar keine Urlaubsstimmung auf - zum Glück verzog sich der Regen schnell.

Wir flogen am Nachmittag mit Emirates von Düsseldorf nach Dubai, hatten dort nur kurz Aufenthalt und flogen dann mit FlyDubai weiter nach Salalah in den Oman. Um 3 Uhr nachts waren wir im Hotel. 

Der nächste Tag war wettertechnisch eine Katastrophe! Es regnete wie aus Eimern, es war windig, die Luftfeuchtigkeit extrem hoch! Das Meer war aufgewühlt und grau. Wir erkundeten das Hotel, machten Mittagsschlaf und sprangen trotzdem einmal in den Pool. 
Wir hofften dann, dass es in den nächsten Tagen einfach besser wird. 

September im Oman

Im Hotel Rotana Resort Salalah kann man herrlich am großen Pool entspannen.
Im Hotel Rotana Resort Salalah kann man herrlich am großen Pool entspannen.

Am nächsten Tag konnten wir es nicht glauben! Die Sonne war endlich da! Ab da waren wir jeden Tag am Pool! Das Meer und der Strand waren schön und menschenleer, aber noch zu gefährlich um zu schwimmen. Dafür gingen wir jeden Abend am Strand im wunderschönen Sonnenuntergang spazieren. 


Der September hat also seine Vor- und Nachteile! Er kann wettertechnisch noch etwas zickig sein, man kann noch nicht im Meer schwimmen - aber dafür ist man überall fast alleine! Die ganzen Urlauber aus Europa kommen erst ab Oktober! Zudem ist die Region super grün und alles blüht bis in den November hinein. Dann wird es trocken, da die Hitze kommt. 
Der Hotelstrand ist sagenhaft lang und einsam.... mit faszinierenden Sonnenuntergängen.
Der Hotelstrand ist sagenhaft lang und einsam.... mit faszinierenden Sonnenuntergängen.

Wir verbrachten 8 Nächte im Rotana Resort Salalah und buchten 3 Ausflüge direkt vor Ort über den FTI Partner MeetingPoint. Unsere komplette Reise buchten wir über FTI - und waren damit voll zufrieden, können nichts benennen, was uns gestört hätte. Der Service war immer freundlich, das Essen gut und abwechslungsreich. Die Zimmer geräumig und sauber, die Anlage sehr gut gepflegt und schön in einer Marina (Hafen)  gelegen, zu der man spazieren konnte. Der 20 km lange Strand ist wohl das Highlight und auch die große Poollandschaft kann überzeugen! 

Die Anlage des Rotana Resort Salalah mit den Zimmern im Hintergrund.
Die Anlage des Rotana Resort Salalah mit den Zimmern im Hintergrund.
Die einzigartige und große Poollandschaft des Hotels macht fast alle glücklich. Wir waren im September oft allein im Wasser und konnten nach Herzenslust planschen.
Die einzigartige und große Poollandschaft des Hotels macht fast alle glücklich. Wir waren im September oft allein im Wasser und konnten nach Herzenslust planschen.

Rund um Salalah und die Region Dhofar

Wir lieben es auch uns einen Mietwagen zu nehmen und die Gegend selbst zu erkunden. Diesmal entschieden wir uns dagegen - denn wir hatten ein Auge auf drei vielversprechende Ausflüge vom Anbieter Meetingpoint geworfen, die uns näher an die Kultur und Natur bringen sollte. Die Ausflüge sind recht teuer, aber wir finden, sie sind ihr Geld wert. Der Reiseleiter hat so viel erzählt, auch ganz offen über den Islam, die Kultur und Menschen. Außerdem haben wir viel gesehen und viel gemacht, Tips bekommen und es waren aufgrund der Reisezeit auch nicht viele Leute mit auf den Ausflügen. :)

 

Der erste Ausflug führte uns direkt in die Stadt Salalah. Wir machten Stop bei der schönen Sultan Qaboos Moschee und auf dem Weihrauchmarkt. Danach besichtigten wir ein Weihrauchmuseum und erfuhren viel Interessantes über das heilige Räucherwerk. 

Erst 2011 wurde die zweitgrößte Moschee des Oman eröffnet und hat einen imposanten Kronleuchter und einen riesigen Gebetsteppich.
Erst 2011 wurde die zweitgrößte Moschee des Oman eröffnet und hat einen imposanten Kronleuchter und einen riesigen Gebetsteppich.
Weihrauch - höchstinteressant finde ich die Weihrauchgeschichte. Vom Oman aus wurde schon sehr früh mit Weihrauch gehandelt, die Kostbarkeit wird vom Weihrauchbaum gewonnen. Das Harz des Baumes trocknet und wird dann "geerntet".
Weihrauch - höchstinteressant finde ich die Weihrauchgeschichte. Vom Oman aus wurde schon sehr früh mit Weihrauch gehandelt, die Kostbarkeit wird vom Weihrauchbaum gewonnen. Das Harz des Baumes trocknet und wird dann "geerntet".
Ein Weihrauchbaum im Museum der Weihrauchroute. Von den Bäumen haben wir später noch viiiiiiiele mehr sehen können!
Ein Weihrauchbaum im Museum der Weihrauchroute. Von den Bäumen haben wir später noch viiiiiiiele mehr sehen können!

Die Weihrauchstraße wurde vermutlich erstmals im 10. Jahrhundert vor Christus genutzt. Sie führte die Dromedarkarawanen vom Oman in die Länder Jemen, Saudi Arabien, Jordanien bis hin zum Mittelmeerhafen von Gaza. Wobei ein wichtiger Knotenpunkt Petra in Jordanien war! Unglaublich interessant ist, dass die echten Weihrauchbäume nur in Somalia, im Jemen und im Oman wachsen. Weihrauch bedeutet "Heiliges Räucherwerk" und wird durch das Anritzen der Weihrauchbäume gewonnen, das Harz läuft heraus und wird am Stamm fest. Dann wird es abgeerntet und verkauft. Weihrauch kann man in Gefäßen auf Kohle verbrennen und den tollen Duft entfalten. Auch zur medizinischen Anwendung kann man grünen/weißen Weihrauch nutzen. 


Salalah Ost & West

Der zweite Ausflug führte uns zuerst ins Fischerdörfchen Taqah. Es liegt auf dem Weg von Salalah nach Mirbat an der Weihrauchstraße. Dort befindet sich das Fort und Wohnhaus, in welchem die Mutter des heutigen Sultans aufgewachsen ist. Die Gebäude sind ca. 250 Jahre alt und zeigen das frühere Leben sehr gut. 


In Mirbat besuchten wir den Fischmarkt. Dort ging es total bunt und wild umher. Alle Arten von Fisch, sogar Haie, Boote und viele Arbeiter tummelten sich dort herum! Mirbat war vor Salalah die Hauptstadt von Dhofar und sehr lange noch wichtiger Handelspunkt für den Weihrauchharz. Dieser wurde von dort aus im 17. Jahrhundert durch die große Sandwüste nach Saudi Arabien transportiert, da Piraten das Meer unsicher machten. 


Nach dem interessanten Fischmarkt machten wir uns auf den Weg zu den Ausgrabungen einer altsüdarabischen Stadt 40 km entfernt von Salalah. 

Diese Gegend ist zusammen mit dem Weihrauchbaumpark, einer Karawanenoase und dem Hafen Al Baleed seit dem Jahr 2000 Weltkulturerbe „Land des Weihrauchs“ der UNESCO. 
Die antike Stadt Khor Rori diente allem Anschein nach als Posten für Zwischenstopps auf der Weihrauch-Handelsroute und Hafen zur Verschiffung der Waren. Sie wurde wahrscheinlich  im 5. Jahrhundert vor Chr. gegründet und im 5. Jahrhundert nach Chr. verlassen. 
Die altarabische Stadt Sumhuram, auch bekannt unter Khor Rori.
Die altarabische Stadt Sumhuram, auch bekannt unter Khor Rori.

Schließlich fuhren wir zum Mughsail Strand um dort ein Naturphänomen zu bestaunen, welches  wirklich nur bei rauer See und meist während des Monsuns auftritt: die Blowholes! Sogenannte Löcher in den Felsen über dem Meer, durch die es dann rauscht und bläst, bis eine Fontäne in den Himmel schießt. Diese können in stürmischen Zeiten bis zu 10 Meter hoch werden.

Der Mughsail Strand ist noch ein echter Geheimtipp! Hier gibt es keine Hotels mit Plastikliegen am Strand, nur vereinzelt mal Menschen und Kamele... Die Blowholes werden von Einheimischen aus dem ganzen Oman gut besucht, da Omanis aber kaum schwimmen gehen, sind die Strände dort leer! 

Unberührte Strände und tiefblaues Wasser. Mughsail ist ein echter Geheimtipp!
Unberührte Strände und tiefblaues Wasser. Mughsail ist ein echter Geheimtipp!

Dromedare und Kamele findet man besonders in Dhofar. Sie haben immer Vorfahrt und nutzen gerne die Straßen! :)
Dromedare und Kamele findet man besonders in Dhofar. Sie haben immer Vorfahrt und nutzen gerne die Straßen! :)

Jebel Safari

Den letzten Ausflug, den wir gebucht hatten, war die Jebel Safari. Es ging in die Berge von Dhofar. Der Jebel Samhan ist mit 1800 Metern der höchste Berg Dhofars und man hat einen wunderschönen Blickauf den Osten und die weiten Ebenen. Das Plateau erinnert an den Grand Canyon und ist von der Natur her unglaublich! 

Auf dieser Safari haben wir so viele Dromedare und Kamele gesehen, wie noch nie! Diese Tiere sind gar nicht wegzudenken und haben sogar auf den Straßen "Vorfahrt". Teilweise befanden wir uns inmitten von ganzen Herden und konnten sie aus nächster Nähe bestaunen. 

Die Stille und Weite der Landschaft sind unglaublich schön! Nur mit unserer kleinen Gruppe war kein anderer Mensch dort.
Die Stille und Weite der Landschaft sind unglaublich schön! Nur mit unserer kleinen Gruppe war kein anderer Mensch dort.
Dromedare hoch über dem Gran Canyon des Oman.
Dromedare hoch über dem Gran Canyon des Oman.
Idyllisch aber gefährlich - wunderschöne grüne Oasen nach der Regenzeit.
Idyllisch aber gefährlich - wunderschöne grüne Oasen nach der Regenzeit.

In den sogenannten Wadis (Tälern) gibt es viele Wasserstellen und Wasserfälle. Besonders jetzt nach dem Monsun ist der Oman grün und lebendig! Bald beginnt die Trockenzeit, dann wird fast alles derHitze weichen. Also für uns war es fast die perfekte Reisezeit! 

An den Gewässern sahen wir überall Warnschilder und unser Guide erklärte, dass die Gewässer gefährlich sind. Sie sehen zwar idyllisch aus, aber es gibt dort Würmer, die sich bei Wasserkontakt schnell unter die Haut bohren und den Menschen krank machen. Also lieber Finger weg!

Sultan Qabus Ibn Said hat das ganze Land modernisiert, hat aber keine Nachkommen - ein Tabuthema für die Omanis. Sie können sich keinen anderen vorstellen!
Sultan Qabus Ibn Said hat das ganze Land modernisiert, hat aber keine Nachkommen - ein Tabuthema für die Omanis. Sie können sich keinen anderen vorstellen!

Infos über den Oman: 

Der Oman ist ein Sultanat, der Sultan ist seit 1970 Qabus Ibn Said. Das Land liegt am Indischen Ozean, grenzt aber auch an das Arabische Meer und den Golf von Oman. Das Klima ist ganzjährig eigentlich angenehm, im Süden allerdings in Dhofar ist es feuchtheiß und in Maskat im Norden eher trockenheiß. 

Die Passatwinde und der indische Monsun haben großen Einfluss auf das Klima. Die beste Reisezeit soll zwischen November und März liegen. Dann ist das Meer nämlich am Schönsten. Die Omanis reisen am liebsten im Juli während des Monsuns. Sie lieben den Nieselregen und die angenehmen Temperaturen. 

 

Vor 30 Jahren noch war nahezu die gesamte Bevölkerung Analphabeten. Der jetzige Sultan war nicht zufrieden damit, wie sein Vater das Land regierte. Es gab nur 3 Schulen, keine Straßen und keine Krankenhäuser. Kein Gesundheitswesen und keine Bildung. Der alte Herrscher war der Überzeugung dass ein ungebildetes Volk einfacher zu beherrschen sei. Sultan Qabus erkannte durch Reisen in Europa die Wichtigkeit von Schul- und Gesundheitssystemen. Das wollte er auch für sein Land. Also kämpfte er gegen seinen Vater und schickte ihn ins Exil. 

Von da an wurde das Land modernisiert und neu aufgebaut. Es gibt jetzt zahlreiche Schulen, sogar eine staatliche und vier private Universitäten. 

Die UN berichtete, dass der Oman das Land ist, welches seine soziale Lage und die Wirtschaft in den letzten Jahrzehnten am meisten verbessern konnte. 

 

Sultan Qabus ist leider schwerkrank, er hat keine Nachkommen und ist mittlerweile fast 80 Jahre alt. Das Thema wollen die Omanis nicht hören - sie können sich niemand anderen vorstellen. 

Auch ist es streng verboten über Religion und Politik zu sprechen, die Bevölkerung glaubt fest daran, dass der Oman deshalb das friedlichste Land sei. Denn schließlich beginnen die meisten Kriege, weil die Menschen sich uneinig sind über Religion und Politik, nicht wahr? 

Die Hauptreligion ist der Islam und die Amtssprache ist Arabisch. Durch viele Gastarbeiter gibt es aber mehrere Religionen und Sprachen im Land, allerdings ist das für niemanden ein Problem und es herrscht eine große Friedlichkeit. 

Erkunden von Wadis und Natur ist einfach grandios im September!
Erkunden von Wadis und Natur ist einfach grandios im September!

Fazit nach neun Tagen im Oman: 

Ich kann die Zeit nach dem Monsun Khareef nur empfehlen. Ende September ist eine sehr gute Zeit um das Land und die Leute besser kennenzulernen, ohne viele Touristen um sich zu haben. Die Täler und Berge sind besonders grün, die Tiere sind aktiv und die Natur unschlagbar! Kaum zu glauben, dass in wenigen Wochen alles vertrocknet und braun ist.

 

Dafür muss man damit rechnen, dass das Meer noch unruhig ist und ein, zwei Regentage dazwischen sein können. Die Strände sind trotzdem schon traumhaft schön und für lange, einsame Spaziergänge geeignet. Am 20 Kilometer langen Strand von Salalah sind wir oft keinem Menschen begegnet! 

 

Die Menschen im Oman sind sehr freundlich, zuvorkommen und offen, wir konnten so viel Neues erfahren und lernen... Wieder einmal sind wir glücklich eine so schöne und interessante Zeit in einem tollen, spannenden  Land gehabt zu haben! 

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